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Die musikalische Auswahl |
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![]() John Rutter |
John Rutter komponiert vorwiegend für Erwachsenenchöre, aber auch für Kinderchöre. Wir werden zwei seiner Werke erarbeiten:
1. Mass of the children. Diese Messe wurde 2003 in der New Yorker Carnegie Hall unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt. Um die Entstehung dieses Werkes zu verstehen, muss man 40 Jahre zurückgehen in eine Zeit, als der Komponist selbst noch ein junger Chorsänger war und an der Tonaufnahme des berühmten Requiem von Benjamin Britten teilnahm: In diesem Werk vermischen sich sowohl mehrere Schallquellen als auch Kinderstimmen und Erwachsenenstimmen. Mass of the Children ist eine Missa Brevis, d.h. eine lateinische Messe ohne Credo. Das Werk besteht aus fünf Sätzen: Kyrie, Gloria, Sanctus und Benedictus, Agnus Dei, Final (Dona nobis pacem). Genau wie im Requiem von Britten, vermischt Rutter den Messe-Text mit profanen Texten und zwar mit Gedichten des britischen Bischofs Thomas Ken, die in England sehr bekannt sind. Diese Gedichte verleihen dem Werk den Rahmen eines Tages, von der Morgen- bis zur Abenddämmerung. Die anderen Texte werden in diesen Rahmen integriert, indem die Ereignisse des Tages wie Etappen des Lebens dargestellt werden. Wie immer bei Rutter ist die Orchestrierung prächtig und die Melodieführung besonders gepflegt. Das Ganze ergibt ein fesselndes Werk, bei dem sich die Stimmen der Solisten und der Chöre eng vermischen. Es stellt eine wundervolle Synthese der englischen Chortradition dar, die zu den ältesten der Welt gehört und es versteht die Eigenarten der Vergangenheit zu bewahren und sich trotzdem neuen musikalischen Stilen zu öffnen. Besetzung: Kinderchor, gemischter Chor, Sopran-
und Bariton-Solo, symphonisches Orchester (Streicher, Harfe, Schlagwerk
und Bläser). |
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2. Gloria. Dieses Werk hat Rutter am Anfang seiner Karriere geschrieben, als er sich mit der Entstehung geistlicher Musik beschäftigte, die für ein breites Publikum zugänglich sein sollte. Es wurde von einem amerikanischen Chor aus Nebraska beauftragt, welches es im Mai 1974 uraufführte. Dieses für Chor, Sopran-Solo und Instrumentalensemble komponierte Werk erfordert eine besondere Besetzung: 4 Trompeten, 1 Tuba, Schlagwerk und Orgel. Seine Struktur entspricht der einer klassischen Symphonie mit drei Teilen: Zwei schwungvolle Sätze umrahmen eine deutlich introspektivere Episode, die vom Sopran-Solo gesungen wird. Der Text stammt aus „The Ordinary of the Mass" und entspricht dem jubelnden, tief religiösen und noch stärker jubelnden Ausdruck der Musik. Im Mittelpunkt dieses prächtigen Werkes, das der musikalischen Tradition Englands treu bleibt, steht die göttliche Anbetung. Es ist jedoch ausschließlich für Konzerte konzipiert ohne jegliche liturgische Bekümmernis. |
John Rutter |
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