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Felix Mendelssohn-Bartholdy (Hamburg, 3. Februar 1809 – Leipzig, 4. November 1847)
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Der deutsche Komponist Mendelssohn entstammte einer gebildeten und wohlhabenden Familie, ab 1811 lebte er in Berlin. Dort erhielt er eine umfassende literarische und musikalische Ausbildung und zeigte schon in jungen Jahren eine ungewöhnliche Reife. Durch seinen Lehrer, den Direktor der Sing-Akademie, C. F. Zelter, lernte er Bach und die klassischen Komponisten der geistlichen Musik kennen und lieben. 1822, als 13jähriger, traf er Goethe; er lernte Weber kennen und 1825 bei einer Reise nach Paris auch Meyerbeer und Cherubini. Von 1827 bis 1829 besuchte er die Unversität von Berlin. 1829 debütierte er als Dirigent mit der Wiederaufführung der Matthäuspassion von Bach und löste damit ein neues Interesse an Bach aus, der bis dahin fast vergessen war. Im selben Jahr reiste er nach England und Schottland, 1830 nach Italien. Von 1831 bis 1832 lebte er in Paris und in London. Nach zwei Jahren als Musikdirektor in Düsseldorf leitete er ab 1835 als Kapellmeister das Gewandhaus in Leipzig und ließ sich endgültig dort nieder. Das folgende Jahrzehnt war von einer fieberhaften Tätigkeit gekennzeichnet, sowohl von seiner unablässigen musikalischen Produktion als auch von seiner brillanten Karriere als Dirigent in Deutschland und England. Nicht zu vergessen weitere Engagements, wie die Leitung der königlichen Kapelle von Berlin und 1843 die lange geplante Gründung des Konservatoriums von Leipzig, der ersten Musikhochschule Deutschlands. Er starb mit 39 Jahren, nur wenige Monate nach seiner Schwester Fanny, der er sehr verbunden war. Auch wenn er bestimmten romantischen Strömungen aufgeschlossen gegenüber stand, blieb Mendelssohn insgesamt ein ausgeglichener und ruhiger Musiker. Er neigte eher zu lyrischen Situationen, freundlichen und brillanten Atmosphären als zu Tiefe und dramatischen Gegensätzen. Er war einem klassischen Schönheitsideal treu und arbeitete stets aufmerksam und.sehr sorgfältig, die Unruhe seines Freundes Schumann kannte er nicht. Mendelssohn spiegelt in seinen Werken die optimistische Stimmung eines zunehmend wohlhabenden und aktiven Bürgertums wieder. In der deutschen Romantik steht er für einen vorsichtigen Liberalismus. In den Werken Mendelssohns finden sich vor allem zwei hervorstechende Eigenschaften: klare und flüssige Melodien und fundierte Kenntnisse in der Kunst der Orchestrierung. In seinen Oratorien stellt Mendelssohn in typisch romantischer Manier die Chorpartien auf eine Stufe mit dem Orchester, weit über die Solopartien. Seine dramatische Seite zeigt sich in der Anlehnung an die klassischen Modelle Bachs und Händels. |
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